Oldtimerpassion

Triumph TR3A

Manche Autos sind mehr als nur Fortbewegungsmittel. Der Triumph TR3A ist für mich genau so ein Fahrzeug. Mit seiner langen Motorhaube, den klassischen Linien und dem unverwechselbaren Klang verkörpert er für mich die britische Roadster-Tradition wie kaum ein anderes Auto.

Doch mein TR3A ist nicht nur ein Klassiker, den ich gerne bewege. Er ist auch ein fortlaufendes Projekt. Die Technik verstehen, Details verbessern und das Fahrzeug Schritt für Schritt weiterentwickeln – genau das macht für mich einen großen Teil der Faszination aus.

Mein Triumph TR3A

  • Modell: Triumph TR3A
  • Baujahr: 1960
  • Motor: Vierzylinder, rund 2,0 Liter Hubraum
  • Vergaser: SU H6 Doppelvergaser
  • Getriebe: 4-Gang-Schaltgetriebemit Overdrive

Der Motor – klassischer Vierzylinder mit Charakter

Unter der langen Motorhaube arbeitet ein klassischer Triumph-Vierzylinder mit 2,0l Hubraum. In Verbindung mit den beiden SU-H6-Vergasern entsteht ein ganz eigener Charakter: kraftvoll aus niedrigen Drehzahlen, drehfreudig und begleitet vom unverwechselbaren Klang der Ansauganlage.

Der Motor wurde grundlegend überarbeitet und ist heute das Ergebnis zahlreicher Detailarbeiten und Abstimmungen. Dabei steht für mich nicht die Leistung im Vordergrund, sondern vor allem ein harmonisches Zusammenspiel aus Leistung, Drehmoment, Laufkultur und Zuverlässigkeit.

SU H6 – Gemischabstimmung mit Messwerten statt Bauchgefühl

Die beiden SU-H6-Vergaser gehören zu den charakteristischen Bauteilen des TR3A-Motors. Ihre richtige Abstimmung ist entscheidend dafür, wie spontan der Motor Gas annimmt, wie sauber er hochdreht und wie effizient er arbeitet.

Bei meinem Motor kommt eine AKN-Vergasernadel zum Einsatz. Die Abstimmung erfolgt nicht nur nach Gehör und Fahrgefühl, sondern auch mithilfe einer Breitband-Lambdamessung. Dafür nutze ich ein Innovate LM-2 Messgerät.

Die Messungen zeigen, wie unterschiedlich die Anforderungen je nach Betriebszustand sind: Während der Motor bei Volllast deutlich zu fett läuft, zeigt sich im Konstantfahrbetrieb ein ganz anderes Bild. Die Herausforderung besteht darin, über den gesamten Drehzahl- und Lastbereich eine möglichst ausgewogene Abstimmung zu erreichen.

Die programmierbare elektronische Zündung

Neben der Gemischaufbereitung spielt auch die Zündanlage eine entscheidende Rolle für die Leistungsentfaltung des Motors. Mein TR3A verfügt über eine programmierbare elektronische Zündung von CSI Ignition, mit der sich der Zündwinkel gezielt an den jeweiligen Betriebszustand anpassen lässt.

Die Zündkurve wurde so abgestimmt, dass der Zündwinkel mit steigender Motordrehzahl zunächst kontinuierlich zunimmt. Im oberen Drehzahlbereich wird die maximale Frühzündung erreicht und anschließend leicht zurückgenommen.

Technik im Detail – kontinuierliche Weiterentwicklung

Ein klassischer Roadster muss nicht technisch unverändert bleiben, um seinen ursprünglichen Charakter zu bewahren. Für mich gehört es zur Faszination des TR3A, die vorhandene Technik zu verstehen, zu optimieren und sinnvoll weiterzuentwickeln.

Neben der Motorüberarbeitung beschäftigen mich deshalb auch Themen wie die Kühlung, die Zündanlage und die Feinabstimmung der Vergaser. Dabei geht es nicht darum, den Charakter des Fahrzeugs zu verändern, sondern seine Alltagstauglichkeit und Zuverlässigkeit zu verbessern.

  • Motor: Überarbeitung und Optimierung des 2,0-Liter-Motors mit gewuchteter Kurbelwelle und Schwungrad und rollengelagerte Kipphebelwelle
  • Antrieb: Verstärkte Kupplung
  • Gemischaufbereitung: SU-H6-Doppelvergaser mit individueller Abstimmung
  • Krafstoffversorgung: Elelektrische Benzinpumpe mit Benzindruckregler
  • Zündung: Programmierbare elektronische Zündanlage
  • Kühlung: Ergänzung durch einen elektrischen Lüfter bei Beibehaltung des mechanischen Lüfters. Vergrößerte Aluminiumölwanne
  • Fahrwerk: Stabilisator vorn
  • Elektrik: Neuer Kabelbaum mit größeren Querschnitten, Relais bei Beibehaltung der Originaloptik. Wechselstromlichtmaschine in originaler Optik

Fahren – ein Erlebnis ohne Filter

Einen klassischen britischen Roadster zu fahren, ist etwas anderes, als sich in ein modernes Auto zu setzen. Der Triumph TR3A verlangt Aufmerksamkeit, vermittelt dafür aber ein unmittelbares Fahrgefühl. Die offene Bauweise, die direkte Rückmeldung der Lenkung, das mechanische Schalten und der Klang des Motors machen jede Fahrt zu einem besonderen Erlebnis.

Besonders faszinierend finde ich die Verbindung aus klassischer Technik und der Möglichkeit, das Fahrzeug durch eigene Arbeit immer besser kennenzulernen. Jede Veränderung, jede Abstimmung und jede Verbesserung ist unmittelbar erfahrbar. Genau das macht den TR3A für mich zu weit mehr als einem Oldtimer.

Einblicke in meinen Triumph TR3A